kwp_Teilhabe

Selbstständigkeit und Teilhabe auch im Alter

Die demographische Entwicklung stellt die Gesellschaft und unsere Stadt vor neue Herausforderungen, die wir für Stuttgart aktiv gestalten müssen. Wir wollen ein lebenswertes Umfeld für ältere Menschen, ob alleine oder zu zweit zuhause lebend, ob mit Pflegebedarf oder bei guter Gesundheit. Ziel muss es sein, so lange wie möglich selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können.

Neuausrichtung der Senior*innenpolitik in der Stadt
Wir fordern daher eine Neuausrichtung der Senior*innenpolitik der Stadt Stuttgart. Hier müssen die Prioritäten neu und anders festgelegt werden. Wir fordern ein eigenes Referat oder zumindest eine Abteilung für Senior*innenarbeit, um Selbstständigkeit und Teilhabe auch im Alter wirkungsvoll unterstützen zu können.

Die Stadt Stuttgart muss die Bürger*innen dabei aktiv unterstützen, dass sie so lange wie möglich im eigenen Stadtteil alt werden und auch in Würde sterben können. Dazu sind lokale Netzwerke und eine stadtteilbezogene Quartiersarbeit notwendig. Mit niederschwelligen Angeboten, wie das zum Beispiel Schwäbisch Gmünd mustergültig vormacht, kann Teilhabe am Leben im Quartier ermöglicht werden. Die Bürger*innen müssen hierbei mit einbezogen werden. Nur gemeinsam kann eine sinnvolle und bedarfsgerechte Quartiersentwicklung garantiert werden.

Im Fokus muss vor allen Dingen die Schaffung von Möglichkeiten zur Entlastung pflegender Angehöriger stehen. Gerade vor dem Hintergrund des derzeitigen Fachkräftemangels muss sich Stuttgart als Trägerin sozialer Einrichtungen auch ihrer Verantwortung als Arbeitgeberin bewusst sein und jungen Menschen entsprechende attraktive Angebote machen, damit diese auch in sozialen Einrichtungen arbeiten wollen.

Als konkrete Maßnahmen fordern wir:
-    Die Stadt entwickelt kreative Wohnkonzepte, die zu den Möglichkeiten und Wünschen der Menschen im Stadtviertel passen.
-    Alle Plätze in den Stadtteilen werden so gestaltet, dass sie für junge und alte Menschen zum Erholen und Verweilen einladen (Projektidee „Spielplätze für Singles Ü65“).
-    Die Stadt baut ein Netzwerk der kommunalen und ehrenamtlichen Dienste auf, durch das betroffene Menschen sich möglichst selbst ihre Einkaufs-, Fahr- und Ambulanzdienste organisieren können. Ein tragfähiger Hilfe-Mix muss die Möglichkeiten in Familien, Nachbarschaften, bei den Trägern der Wohlfahrtspflege und aus dem Ehrenamt sinnvoll miteinander kombinieren. Die Stadt sollte als Vermittlerin und Vernetzerin der verschiedenen Angebote auftreten.
-    Die Stadt treibt die Planungen für ausreichend viele und gute Pflegeeinrichtungen für alle Menschen voran, für niedrige und hohe Renten gleichermaßen und sorgt für eine schnellere Bearbeitung der Bauanträge für Pflegeeinrichtungen, damit die 2500 fehlenden Pflegeplätze schneller geschaffen werden können.
-    Die Träger der Wohlfahrtspflege werden zur Schaffung von mehr Kurzzeitpflegeplätzen ermuntert, damit mehr Freiraum für die Belange der pflegenden Angehörigen entstehen kann.
-    Die Stadt verstärkt den Auf- und Ausbau von Trainingsangeboten für ältere Menschen zur Prävention und Rehabilitation.
-    Die städtischen Einrichtungen der Altenhilfe werden in die Quartiere hinein geöffnet und werden somit zum Vorbild für alle vergleichbaren Einrichtungen.

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