kwp_Vielfalt

Geschlechtergerechtigkeit und Vielfalt

Noch immer ist die Umsetzung der unterschriebenen Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern ein bestehendes Ziel. Darin verpflichtet sich die Stadt die Gleichstellung in allen Bereichen anzuwenden und einzufordern. Obwohl die Stadtverwaltung zu einem wesentlichen Teil aus Frauen besteht, gibt es noch erhebliche Nachteile. Die Gleichstellung ist noch ein fernes Ziel. In der Bürgermeister*innenriege gibt es wesentlich mehr Bürgermeister als Bürgermeisterinnen. In der oberen Verwaltungsebene sind weibliche Führungskräfte ebenfalls Mangelware. Frauenthemen existieren fast nicht (sie sind anscheinend nur Aufgabe der Gleichstellungsstelle) und müssen über die Politik oder dem Personalrat eingefordert werden. (wie z.B. eine Aussprache im Gemeinderat am Internationalen Frauentag zu 100 Jahren Frauenwahlrecht).

Ziel muss es daher sein, die Charta der Gleichstellung konsequent in allen Bereichen umzusetzen und die in der Dienstvereinbarung stehenden Verpflichtungen einzuhalten:
-    Mehr Frauen in Führungspositionen, notfalls auch per Quotensystem.
-    Die U2 Umlage wird in allen Ämtern sichergestellt.
-    Es werden mehr Betriebskindertagesplätze geschaffen.
-    Die Position von Frauenbeauftragten soll in allen Ämtern eingeführt werden.
-    Wir setzen uns für die Höhergruppierung aller Niedriglohngruppen im Reinigungs-, Koch- und Pflegebereich ein.
-    Zwangsteilzeitverhältnisse sollen unterlassen (z.B. Erzieher*in im Ganztagsbereich) werden.
-    Der Tarif plus auf Dienstleistungen soll nicht nur auf den Erziehungsbereich beschränkt werden, er soll ausgebaut werden und nicht jährlich abgeschmolzen.

Nur so kann sich auch eine Frau Stuttgart als Wohnort leisten und tappt nicht in die Altersarmutsfalle.

Des Weiteren:
-    Die Abteilung für individuelle Chancengleichheit wird in gesonderte Schwerpunkte unterteilt und personell aufgestockt, um den Ansprüchen verschiedener Zielgruppen gerecht zu werden. (Frauen, Männer und verschiedener sexueller Orientierung –LSBTTIQ)
-    Ausbau der frauenspezifischen Fachberatungsstellen und Frauenhäuser für schutzsuchende Frauen.
-    Die Präventionsangebote zum Thema sexuelle und häusliche Gewalt sollen ausgebaut werden. Um eine bedarfsgerechte Umsetzung zu gewährleisten ist es notwendig eine zentrale Koordinationsstelle zu schaffen.
-    Unterstützung beim Aufbau eines Frauengesundheitszentrums und bei der Unterhaltung und Weiterentwicklung des Frauenkulturzentrums.
-    Schaffung von Frauenkulturprogrammen unter Einbeziehung der Aktivitäten in den Stadtteilen.
-    Wir setzen uns ein für die Errichtung eines Frauendenkmals, um wesentliche Stuttgarterinnen zu ehren, die aktiv zum Frauenwahlrecht beigetragen haben.
-    Wir wollen chancenbenachteiligte Frauen und vor allem auch Alleinerziehende fördern und unterstützen, durch Teilzeitausbildung, Anerkennung ausländischer Abschlüsse, über Qualifizierungsmaßnahmen und Fortbildungen und mit flexibler Kinderbetreuung.
-    Schwangerschaftsabbrüche sollten auch im städtischen Klinikum möglich sein.
-    Wir wollen gegen Menschenhandel, Armuts- und Zwangsprostitution vorgehen und dafür sorgen, dass das Prostituiertenschutzgesetz in Stuttgart umgesetzt wird. Dazu ist die Anmeldung mit Beratung zu gewährleisten. Bordelle müssen schließen, wenn sie den Auflagen nicht entsprechen und keine Baugenehmigung besitzen. Illegale Appartements in Wohngebieten müssen geschlossen werden.
-    Die Stadt stellt zum Ausstieg aus der Prostitution Wohnungen zur Verfügung (auch über die SWSG und Baugenossenschaften).
-    Alle Menschen werden auch ohne Krankenschein behandelt und medizinisch versorgt.
-    Ideen und Ziele des Runden Tisches „Prostitution“ werden tatkräftig unterstützt.

Teilzeitbeschäftigung auch für Männer ermöglichen
Auch Männer brauchen in vielen Bereichen Unterstützung. Besonders dann, wenn auch sie Arbeit und Familie gleichberechtigt nebeneinander ausfüllen wollen.
-    Wir wollen, dass in der Verwaltung die strukturellen Rahmenbedingungen geschaffen werden, dass Männer und Frauen mehr teilzeitbeschäftigt sein können (ab 70%plus), wenn sie dies wollen und ihnen nach Möglichkeit eine familiengerechtere Arbeitszeit ermöglicht wird. Es soll auch Teilzeitführungspositionen geben.
-    Männer achten oft weniger auf ihre Gesundheit. Durch entsprechende Programme sollen in der Personalverwaltung Männer sensibilisiert werden achtsamer mit sich umzugehen.
-    Wir wollen mehr Männer in Frauenberufen.
-    Wir wollen verstärkt männerspezifische Beratungsangebote schaffen und Bestehende ausbauen.
-    Auch wollen wir Gewaltpräventionsangebote ausbauen und Jungs in der Ichfindung unterstützen.

Vielfalt sexueller Orientierung (LSBTTIQ )
Stuttgart ist eine weltoffene und tolerante Stadt, in der unterschiedliche sexuelle Orientierungen gelebt werden können.
Wir wollen, dass dies weiterhin möglich ist:
-    Indem Beratungsangeboteinsbesondere für Trans* Menschen ausgeweitet werden.
-    Stellenausschreibungen der Stadt auch diese Offenheit darstellt.
-    Die AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. weiter unterstützt wird, ebenso der Christopher Street Day.
-    Wir möchten, dass Regenbogenfamilien eigene Räume erhalten, wo sie sich nicht erklären müssen und die notwendige Information und Beratung erhalten.
-    Da viele Gruppierungen Räume benötigen, könnte auch ein gemeinsames Zentrum errichtet werden, in dem der Stadtjugendring, das Forum der Kulturen, die Regenbogenfamilien und Beratungsstellen  Unterschlupf finden könnten.

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