SPD stellt entscheidende personelle Weichen

Veröffentlicht am 10.10.2008 in Pressemitteilungen

Bundestagswahl 2009: SPD-Landesvorsitzende Ute Vogt tritt im Wahlkreis Stuttgart I an – „Brot-für-die-Welt“-Chefin Füllkrug-Weitzel zieht aus beruflichen Gründen Kandidatur zurück – Nominierung am 8. Dezember.

Ute Vogt tritt 2009 erneut für den Bundestag an. Die SPD-Landesvorsitzende wurde von der SPD Stuttgart um die Kandidatur im Wahlkreis Stuttgart I gebeten, nachdem die bereits nominierte Kandidatin Cornelia Füllkrug-Weitzel aus beruflichen Gründen überraschend ihren Rückzug angekündigt hatte.

Der Stuttgarter SPD-Kreisvorstand hat Ute Vogt auf Initiative des Kreisvorsitzenden Andreas Reißig am gestrigen Donnerstagabend einstimmig als Kandidatin vorgeschlagen. Auch die hinzu geladenen SPD-Ortsvereine haben die Bewerbung Ute Vogts einhellig begrüßt. Die Nominierung der SPD-Landesvorsitzenden soll auf einer Kreiskonferenz am 8. Dezember stattfinden. „Ich freue mich sehr über die Anfrage der Stuttgarter“, so Vogt. „Gemeinsam mit Ute Kumpf will ich einen fulminanten Wahlkampf für die Landeshauptstadt und für das ganze Land hinlegen.“

Die ehemalige Staatsekretärin im Bundesinnenministerium sagte, es sei jetzt an der Zeit, wieder „durchzustarten“. Sie wolle sich mit voller Kraft für einen Erfolg der Sozialdemokratie im Wahljahr 2009 einsetzen und das Direktmandat auch im Stuttgarter Süden für die SPD zurückerobern. Auch die Neuaufstellung an der Parteispitze sei ein „großer Motivationsschub“ für diesen Schritt gewesen. „Mit Frank-Walter Steinmeier kann die Sozialdemokratie erneut ins Kanzleramt einziehen“, so Vogt. „Ich will an zentraler Stelle für die SPD in Bund, Land und der Landeshauptstadt erfolgreich kämpfen.“

Vogts Zusage der Kandidatur sei „ein großer Glücksfall für die Stuttgarter SPD“, erklärte der SPD-Kreisvorsitzende Andreas Reißig. „Mit unserer Landesvorsitzenden und unserer Ute Kumpf haben wir zwei Powerfrauen, die sich mit Durchsetzungsfähigkeit und Sensibilität erfolgreich für die Menschen in der Landeshauptstadt stark machen.“

Am Wochenende zuvor hatte die zur Jahresmitte in Stuttgart nominierte Diakonie-Direktorin Cornelia Füllkrug-Weitzel dem SPD-Kreischef überraschend mitgeteilt, dass sie „auf Bitten des Diakonischen Werks der Evangelischen Kirche in Deutschland von ihrer Bundestagskandidatur zurücktrete, um die weltweite Hilfsorganisation ‚Brot für die Welt’ mit vollem Einsatz durch die Vorbereitungen der Fusion mit dem Evangelischen Entwicklungsdienst in den nächsten Monaten zu geleiten“.

Reißig verdeutlichte sein Bedauern über den Rückzug der Spitzenfunktionärin der evangelischen Kirche, sagte aber auch, es sei sinnvoll, diese Entscheidung „wenn, dann jetzt und nicht noch später“ zu treffen. Der Kreischef hatte daraufhin in Abstimmung mit der Stuttgarter Parteiführung umgehend die SPD-Landesvorsitzende gebeten, für die SPD in der Landeshauptstadt anzutreten. „Damit ist klar: Die Stuttgarter Sozialdemokratie ist auch in engen Situationen klar handlungsfähig – und zwar schnell, solidarisch und mit vollem Schwung“, so Reißig.

Auch Ute Kumpf, seit 1998 Abgeordnete im Stuttgarter Nord-Wahlkreis und Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion, sagte, sie freue sich sehr über die Kandidatur von Ute Vogt. „Wir kennen uns gut, wir schätzen uns sehr und ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit und darauf, mit ihr gemeinsam für die SPD in Stuttgart neue Kräfte zu mobilisieren“, so Kumpf. „Es ist ein starkes und wichtiges Signal für Stuttgart, dass Ute Vogt in der Landeshauptstadt kandidiert und ich kann versprechen: Wir beide werden gemeinsam einen engagierten, kreativen und kraftvollen Wahlkampf führen. Denn unser Ziel für den 27. September 2009 heißt eindeutig: Direktmandat für Ute Kumpf und Ute Vogt.“

Ute Vogt sagte, sie werde dann vom SPD-Kreisverband Karlsruhe-Land in die SPD Stuttgart wechseln und auch eine Wohnung im Wahlkreis der Landeshauptstadt nehmen. „Ich werde ab sofort die Gelegenheiten schaffen, mit den Ortsvereinen in Stuttgart oft und direkt ins Gespräch zu kommen“, so Vogt. „Ich will für die SPD Stuttgart durchstarten.“

 

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