Ausgebremst: Frauen in der Autoindustrie

Veröffentlicht am 11.04.2010 in Arbeitsgemeinschaften

Grade mal 14 Prozent der Belegschaft sind weiblich und meist prekär. Auch beim Einkommen herrscht Ungleichheit. Frauen verdienen in der Branche zwischen 9 und 14 Prozent weniger, als ihre Kollegen.

Beschäftigungspolitisch ist die Automobilindustrie einer der wichtigsten Industriezweige in Deutschland. Jeder siebte Arbeitsplatz in Deutschland hängt mit dieser Branche auf direkte oder indirekte Art und Weise zusammen.
Die IG Metall hat in Zusammenarbeit mit der Otto-Brenner-Stiftung den Wandel der Arbeitsverhältnisse in der Automobil- und Zuliefererindustrie aus gleichstellungspolitischer Sicht erhoben und analysiert.
In der Automobilindustrie arbeiteten im Jahr 2008 knapp 630.000 männliche und über 100.000 weibliche Beschäftigte. Mit 14 Prozent liegt der Frauenanteil dabei erheblich unter dem anderer industrieller Branchen.
In Bezug auf die Bildungs- und Berufsabschlüsse weisen sowohl männliche als auch weibliche Beschäftigte im Vergleich zu anderen Branchen niedrigere Abschlüsse auf. Facharbeiterinnen und Facharbeiter mit Haupt- oder
Realschulabschluss bilden die klare Mehrheit. Weibliche Beschäftigte haben jedoch häufiger als ihre männlichen Kollegen keinen Berufsabschluss und auch seltener einen hohen Berufsabschluss.
Frauen in der Automobilindustrie haben - abhängig von Wirtschaftszweig und Leistungsgruppe - zwischen 9 und 14 Prozent weniger Bruttoeinkommen als ihre männlichen Kollegen.
Die Studie von Mechthild Kopel und Annemarie Weber liefert darüberhinaus Auswertungen zur Demografischen Entwicklung, zu befristeten Beschäftigungsverhältnissen, Teilzeitbeschäftigung, Mini- und Midijobs und beleuchtet die Entwicklung der Kurzarbeit in der Branche.

IGM Region Stuttgart

 

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