Bei der Veranstaltung „Frauen. Führung. Zukunft.“ sprach die Bundestagsabgeordnete Saskia Esken mit der Stadträtin Sara Dahme über ihre politischen Erfahrungen und darüber, was sich ändern muss, damit mehr Frauen Verantwortung in der Politik übernehmen können.
Saskia Esken schilderte ihren persönlichen Werdegang in der Politik und machte deutlich, dass Frauen sich ihren Platz in politischen Strukturen oft sehr erkämpfen müssen – nicht selten gegen sogenannte welterklärende Männer. Während bei Männern Inhalte und Positionen im Vordergrund stehen, seien bei Frauen Äußerlichkeiten und Auftreten leider oft noch ständige Beurteilungsrituale in der Öffentlichkeit. Um echte Gleichberechtigung zu erreichen, sei die Frauenquote daher ein wichtiges und notwendiges Instrument.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Vereinbarkeit von politischem Engagement und Beruf. Saskia Esken betonte, wie wichtig es sei, berufsfähig zu bleiben – etwa durch Teilzeitarbeit – um (risikoreiche) politische Karrieren für mehr Frauen realistisch und langfristig möglich zu machen.
Mit Blick auf die Zukunft richtete sie einen klaren Appell insbesondere an Frauen: Macht anzustreben sei nichts Negatives. Selbstbewusstsein könne und müsse man sich antrainieren, und es sei wichtig, sich auch in schwierigen Situationen gegenüber Männern zu behaupten.
Auch die Rolle neuer Medien wurde kritisch beleuchtet. Digitale Formate erleichtern politische Arbeit und Kommunikation, führen aber zugleich zu Aufmerksamkeitsdefiziten. Persönliche Gespräche und direkter Austausch seien daher unverzichtbar. Gerade in der Kommunalpolitik sei es wichtig, Bürgerinnen und Bürger aktiv einzubinden. Offene Veranstaltungsformate und starke Netzwerke seien dafür ein zentraler Schlüssel.
Die Veranstaltung machte deutlich: Eine zukunftsfähige Politik braucht mehr Frauen in Führung, mehr Mut zur Beteiligung und mehr direkte Kommunikation mit den Menschen vor Ort.
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