Es sei das falsche Signal am falschen Ort zur falschen Zeit, wenn jetzt höhere Preise für Busse und Bahnen angekündigt würden, so die einhellige Meinung des versammelten Vorstandes der SPD Stuttgart-Ost.
Es sei das falsche Signal am falschen Ort zur falschen Zeit, wenn jetzt höhere Preise für Busse und Bahnen angekündigt würden, so die einhellige Meinung des versammelten Vorstandes der SPD Stuttgart-Ost.
Regionalrat Joachim von Zimmermann: „Wegen gestiegener Benzinpreise sind viele Autofahrer ernsthaft gewillt, auf Bahn und Bus umzusteigen. Damit können sie neue Kunden dieser umweltfreundlichen Verkehrsmittel werden. Kündigen die Betreiber jetzt höhere Preise im öffentlichen Verkehr an, dann schrecken sie die neue Kundschaft ab.“
SPD-Vorsitzender Daniel Campolieti: „SSB und VVS erwarten höhere Einnahmen, um höhere Personalkosten und Energiepreise zu decken. Wir erwarten von SSB und VVS mehr Phantasie. Denn mehr Einnahmen lassen sich auch durch eine Steige-rung der Kundenzahlen erzielen, nicht nur durch Preiserhöhung.“
Fraktionssprecher Ulrich Gohl: „Der öffentliche Verkehr muss angesichts steigender Lebenshaltungskosten und sinkender Einkommen bezahlbar bleiben.“ Im Zweifel, da sind sich die drei Kommunalpolitiker einig, müsse der öffentliche Verkehr eben höher subventioniert werden. Geld sei offensichtlich vorhanden, sonst könne die Stadt nicht so fleißig bauen. Vielleicht seien aber andere Schwerpunkte bei der Verteilung des Geldes erforderlich.
Statt einer Erhöhung der Tarife erwartet die SPD Ost eine Verbesserung des Angebots: Die Tarife seien völlig unübersichtlich. Der Hinweis der SSB auf die dadurch erreichte besondere Gerechtigkeit sei nicht akzeptabel. Eine Tarif-Zone für ganz Stuttgart oder alternativ 1 € für eine Zone, 2 € für zwei Zonen und 3 € für drei Zonen müsse das Ziel sein.
Außerdem müsse die Politik offensichtlich daran erinnern, dass zur Reduzierung von Feinstaub und Lärm immer eine bessere Nutzung des Öffentlichen Verkehrs und ein Umstieg vom Auto gefordert werde. Das passe aber nicht mit höheren Preisen zusammen.
Von Zimmermann, Campolieti und Gohl erwarten, dass sich alle Politiker in den zuständigen Gremien gegen die Fahrpreiserhöhung aussprechen. „Höhere Fahrprei-se sind nicht familienfreundlich, nicht umweltfreundlich und sorgen nicht für eine att-raktivere Stadt. Deshalb wehren wir uns dagegen und fordern alle Kommunalpolitiker auf, dieses Ziel zu unterstützen.“
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