StN von 27.04.2010: SPD-Basis stimmt am 12. Mai über Tunnel ab

Veröffentlicht am 27.04.2010 in Presseecho

Autoröhre unter Rosensteinpark könnte mehr Verkehr bedeuten

Von Konstantin Schwarz

STUTTGART.

Am 12. Mai soll eine Kreisdelegiertenkonferenz der Stuttgarter Sozialdemokraten ihre Entscheidung für oder gegen den Rosensteintunnel fällen. Den Termin hat am Montagabend der Kreisvorstand gefunden. Was immer die Abstimmung bringe, „diese Entscheidung muss dann gelten", sagt SPD-Kreisvorsitzender Andreas Reißig. Die Gemeinderatsfraktion solle sich gebunden fühlen.

Bei den Haushaltsplanberatungen im Dezember 2009 stimmten die zehn Genossen im Rat für die Weiterplanung der 194-Millionen-Euro-Autoröhren und sicherten dem Tunnel damit eine Mehrheit. Die Stadt muss 80 Millionen bezahlen.

Kippt die SPD, kann sie mit Grünen und SÖS/Linke den Tunnel verhindern. Die SPD im Osten hat bei einer Parkbegehung für die Ablehnung des letzten Teilstücks der B 27 als Stadtautobahn geworben und Unterstützung bei der SPD Nord, dem Bürgerverein Zuffenhausen und beim Bund für Umwelt und Naturschutz gefunden. Die Verkehrsbelastung, sagt Daniel Campolieti, SPD-Vorsitzender im Osten und Mitglied im Kreisvorstand, werde mit dem Tunnel bis 2020 um 44 Prozent zunehmen.
Entlastung wird für die Prag-, Schöne- und Neckartalstraße in Bad Cannstatt versprochen.

 

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