StW vom 19.06.08: "Kundschaft wird abgeschreckt"

Veröffentlicht am 19.06.2008 in Presseecho

SPD Ost lehnt höhere Fahrpreise ab: "Die Tarife sind völlig unübersichtlich" - Stattdessen: ein Euro für ein Zone, zwei Euro für zwei Zonen

Artikel aus dem Stuttgarter Wochenblatt vom 19.06.08

Mehrkosten durch die Tarifeinigung sollen auch die Fahrpreise der SSB erhöhen. Die Mehrkosten sollen nicht durch weiteren Personalabbau ausgeglichen werden. Darum kündigte SSB-Vorstand Reinhold Fahrpreiserhöhungen zum 1. Januar 2009 an. Auch die gestiegenen Rohstoffpreise tragen zur Preiserhöhung bei. Es sei das falsche Signal am falschen Ort zur falschen Zeit, wenn jetzt höhere Preise für Busse und Bahnen angekündigt würden, so die einhellige Meinung des versammelten Vorstandes der SPD Stuttgart-Ost.

S-OST - Regionalrat Joachim von Zimmermann: "Wegen gestiegener Benzinpreise sind viele Autofahrer ernsthaft gewillt, auf Bahn und Bus umzusteigen. Damit können sie neue Kunden dieser umweltfreundlichen Verkehrsmittel werden. Kündigen die Betreiber jetzt höhere Preise im öffentlichen Verkehr an, dann schrecken sie die neue Kundschaft ab."

SPD-Vorsitzender Daniel Campolieti: "SSB und VVS erwarten höhere Einnahmen, um höhere Personalkosten und Energiepreise zu decken. Wir erwarten von SSB und VVS mehr Fantasie. Denn mehr Einnahmen lassen sich auch durch eine Steigerung der Kundenzahlen erzielen, nicht nur durch Preiserhö-hung." Fraktionssprecher Ulrich Gohl: "Der öffentliche Verkehr muss angesichts steigender Lebenshaltungskosten und sinkender Einkommen bezahlbar bleiben." Im Zweifel, da sind sich die drei Kommunalpolitiker einig, müsse der öffentliche Verkehr eben höher subventioniert werden. Geld sei offensichtlich vorhanden, sonst könne die Stadt nicht so fleißig bauen. Vielleicht seien aber andere Schwerpunkte bei der Verteilung des Geldes erforderlich.

Statt einer Erhöhung der Tarife erwartet die SPD Ost eine Verbesserung des Angebots: Die Tarife seien völlig unübersichtlich. Der Hinweis der SSB auf die dadurch erreichte besondere Gerechtigkeit sei nicht akzep-tabel. Eine Tarif-Zone für ganz Stuttgart oder alternativ ein Euro für eine Zone, zwei Euro für zwei Zonen und drei Euro für drei Zonen müsse das Ziel sein.

Außerdem müsse die Politik offensichtlich daran erinnern, dass zur Reduzierung von Feinstaub und Lärm immer eine bessere Nutzung des Öffentlichen Verkehrs und ein Umstieg vom Auto gefordert werde. Das passe aber nicht mit höheren Preisen zusammen. Von Zimmermann, Campolieti und Gohl erwarten, dass sich alle Politiker in den zuständigen Gremien gegen die Fahrpreiserhöhung aussprechen. "Höhere Fahrpreise sind nicht familienfreundlich, nicht umweltfreundlich und sorgen nicht für eine attraktivere Stadt. Deshalb wehren wir uns dagegen und fordern alle Kommunalpolitiker auf, dieses Ziel zu unterstützen." red

 

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