Zulage für städtische Beschäftigte!

Veröffentlicht am 16.10.2019 in Standpunkte

Über eintausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind bei der Stadt Stuttgart in Entgeltgruppe EG5/S5 bzw. in Besoldungsgruppe A6 oder niedriger eingruppiert. Da geht es um ein monatliches Bruttogehalt zwischen 2.200 und maximal 3.300 Euro. Netto sind das häufig Einkommen zwischen 1.500 und 2.000 Euro pro Monat. Von diesem Gehalt geht in Stuttgart der größte Teil für die Miete drauf. Bei Familien mit Kindern bleibt dann häufig nicht viel mehr als das, was die gleiche Familie in der Grundsicherung bekommt.

Die hohen Mieten in Stuttgart führen dazu, dass es immer schwerer wird, dringend benötigte neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Stadt zu gewinnen. So manche Kündigung und so mancher Wechsel zu einer Gemeinde in der Region hat auch mit den hohen Lebenshaltungskosten in der Stadt zu tun.

Wir Sozialdemokraten schlagen vor, nach dem Münchener Vorbild eine Stuttgart-Zulage einzuführen. Die gibt es in München schon länger und wird jetzt von 135 Euro auf 270 Euro verdoppelt.

Noch findet unser Antrag, die Verwaltungsspitze zu Verhandlungen mit der Gewerkschaft verdi aufzufordern, keine Mehrheit, aber wir werden von Tag zu Tag optimistischer. Verdi hat jetzt die Stadtverwaltung um Gespräche gebeten, und in dieser Woche trifft sich der OB gemeinsam mit den Bürgermeistern Fuhrmann und Dr. Mayer mit der Gewerkschaft - wie gut. Das ist ein erster Schritt, den wir sehr begrüßen.

Wir nutzen die Zeit und lassen verschiedene Modelle berechnen. Uns geht es um mehr Geld für die unteren Lohngruppen, als Nachteilsausgleich für die hohen Lebenshaltungskosten in der Stadt. Wir könnten uns 200 Euro pro Monat vorstellen, degressiv ausgestaltet über die Entgeltgruppen hinweg. Das hilft auch der Stadt, die dringend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter braucht!

 

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