Martin Körner: „Mit Tausenden zusätzlichen LKW-Fahrten pro Jahr wird die Luftqualität unerträglich verschlechtert.“
Mitgliederversammlung setzt sich für Schienentransport ein
Auf seiner Mitgliederversammlung am 11. Juli hat sich die SPD Stuttgart-Ost einmütig gegen den Straßentransport des Hausmülls der Landkreise Tübingen, Reutlingen und Zollernalb zur Müllverbrennungsanlage Münster ausgesprochen.
Vorsitzender Martin Körner: „Wir in Stuttgart-Ost können den Mülltransport per LKW durch unseren Stadtbezirk nicht akzeptieren. Ein Transport mit der Bahn würde nur geringe Mehrkosten verursachen, deshalb sollte unbedingt dieser Weg gewählt werden.“
Dafür spräche die Tatsache, dass die meisten Mülllaster – von der B 27 kommend – durch den Stuttgarter Osten fahren würden, etwa über die Albert-Schäffle-Straße, die Neue Straße oder die Gablenberger Haupt- und Talstraße zur Wagenburgstraße. Aber auch die Planck- und Schwarenbergstraße seien möglicherweise betroffene Strecken. Für alle betroffenen Straßen bedeute das mehr Lärm und größere Unfallrisiken.
Ein bereits im Bezirksbeirat vorgestelltes Gutachten habe eine wesentlich erhöhte Unfallgefahr und höheren CO2-Ausstoß ebenso wie eine deutlich gesteigerte Feinstaubbelastung für diese Straßen vorausgesagt. Weiterhin zeige das Gutachten, dass der Schienentransport durchaus machbar sei. Martin Körner appellierte an Stadtverwaltung und Gemeinderat, sich in den Verhandlungen mit den betroffenen Landkreisen für die Anlieferung durch die Bahn einzusetzen.
„Wenn zum Preis von „zwei Butterbrezeln pro Jahr und Haushalt“, so das Gutachten, ein Bahntransport des Mülls möglich ist, dann gibt es kein Kostenargument mehr für den umweltschädlichen LKW-Transport“, so Martin Körner.
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