Am Dienstag, dem 30. Januar 2007 hat die Juso AG Stuttgart Ost ihre Bestandsanalyse der Spielflächen im Stadtbezirk Stuttgart Ost der SPD-Gemeinderatsfraktion überreicht. Neben weiteren Gemeinderäten waren auch Monika Wüst, Stadträtin für den Osten und Manfred Kanzleiter, Fraktionsvorsitzender der Fraktion im Gemeinderat anwesend. Sie waren begeistert vom Engagement der Jugendlichen.

Die Juso AG Stuttgart Ost hat sich ein genaues Bild über die Spielflächen in ihrem Stadtviertel gemacht. Jeder Spiel- und Bolzplatz wurde besichtigt, eine Evaluation erstellt und danach in einer Bestandsanalyse festgehalten. Dabei stießen die Jusos nicht selten auf eklatante Zustände: Einige Spielplätze waren sehr verschmutzt, andere Spielplätze glichen mehr einer Ruine als einem fantasievollen Platz an dem sich Kinder austoben können.
Um auf die schlechte Spielplatzsituation hinzuweisen übergaben die Jusos aus dem Osten den neuen Katalog den anwesenden Gemeinderäten Monika Wüst, Marita Gröger, Jürgen Guckenberger, Andreas Reißig und dem Fraktionsvorsitzenden Manfred Kanzleiter. Diese freuten sich sehr darüber, dass sich die Jusos so engagiert für die Spielplätze einsetzen und hoffen nun, dass sie in den Haushaltsberatungen im Herbst mehr Platz für die Spielplätze erringen können.
Oft wurden aber auch einfach die vorhandenen Flächen nicht genügend genutzt. „Gerade wenn es in den Stadtvierteln an Fläche mangelt, darf man keinen Platz verschwenden, sondern muss jeden Quadratmeter optimal nützen!“ sagt Ulrich Zeller, Juso Vorstandsmitglied im Stuttgarter Osten. Leider reichen laut Fortschreibung 2005 des Spielflächenleitplans der Stadt Stuttgart „die zur Verfügung stehenden Mittel und Personalkapazitäten nicht aus, um eine Erneuerung durchzuführen, die den aktuellen Bedürfnissen der Nutzer entspricht.“
Die Jusos forderten deshalb in dem Treffen alle Fraktionen im Gemeinderat auf, die Kapazitäten auf den Ämtern und die Geldmittel aufzustocken. „Wir können nur hoffen, dass die Spielflächen in den nächsten Haushaltsberatungen besser bei der Verteilung der Gelder berücksichtigt werden, sonst braucht man sich nicht wundern, wenn die Kinder lieber vor der Play Station sitzen, anstatt nach draußen zu gehen und zu spielen!“ warnt Rebekka Henschel, Sprecherin der Jusos Stuttgart-Ost.
Ein weiterer Kritikpunkt war neben Sauberkeit, Gerätemangel und dem gefährlichen Zustand der Bolzplätze das große Gefälle innerhalb der Spielplätze. Gerade in Gegenden mit gut situierten Anwohnern sind die Spielplätze sehr gut erhalten während andere Spielplätze vermodern und zerfallen. „Es kann einfach nicht sein, dass schon bei den Spielplätzen die Chancengleichheit aufhört! Alle Kinder haben das Recht auf einen Spielplatz, auf dem sie ihrer Fantasie und ihrer Energie freien Lauf geben lassen können!“ fordert Ulrich Zeller, Vorstandsmitglied der AG Ost.
Die Jusos hoffen deshalb, mit ihren Bestandsanalysen ausreichend auf die Mangelsituation bei den Spielplätzen im Stuttgarter Osten hingewiesen zu haben, dass die Bürger ein neues Bewusstsein für ihre Spielplätze bekommen und dass im nächsten Haushalt genug Platz für die Kinder und Zukunft Stuttgarts ist!
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