Juso-Studie: Mangel an Spielflächen, Bezirksbeirat erstellt Leitplan
Juso-Studie: Mangel an Spielflächen, Bezirksbeirat erstellt Leitplan
Artikel aus den Stuttgarter Nachrichten vom 30.03.2007
Juso-Studie: Mangel an Spielflächen, Bezirksbeirat erstellt Leitplan
Spielplätze in Stuttgart Ost: Zu wenig, zu schlecht ausgestattet und zu verdreckt. Das ist das Ergebnis einer Studie der Jusos. Der Bezirksbeirat will sich nun um das Problem kümmern.
VON JAN PETER
bieten. Nur in zwei Bezirken der Stadt gibt es noch weniger Spielplätze, so eine Studie der Jusos Stuttgart-Ost. „An Brennpunkten wie etwa dem Ostendplatz haben wir einen Versorgungsgrad von gerade einmal zehn Prozent“, sagt Ullrich Zeller vom Juso-Vorstand. Die ohnehin wenigen und sehr kleinen Spielplätze seien zudem in einem jämmerlichen Zustand. Am Luisenplatz etwa spielen die Kinder „zwischen Zigarettenkippen, Glasscherben und leeren Tetrapaks“, so Rebekka Henschel, Sprecherin der Jungsozialisten. Die häufig defekten Spielgeräte und die insgesamt fantasielose Gestaltung tue ihr Übriges, dass die Spielplätze wenig attraktiv seien und „viele Kinder und Jugendliche lieber vor der Play-Station sitzen bleiben“, sagt Zeller. Dem kann Andrea Spieth, stellvertretende Leiterin des Kinder- und Jugendhauses Ostend nur beipflichten. „Viele Eltern sind froh, dass es das Jugendhaus und seine Angebote gibt, weil die Spielplätze oft in schlechtem Zustand sind“, sagt sie. Ein sehr großer Mangel herrsche auch an Bolzplätzen: „Deshalb wird oft an völlig ungeeigneten Orten Fußball gespielt – etwa an Gleisübergängen.“ DerAusschuss „Schule+Kinder+Jugendliche“ des Bezirksbeirats Stuttgart-Ost hat sich nun ebenfalls der Problematik angenommen. Bis Juni soll ein Leitplan erstellt werden, der den Handlungsbedarf bei den verschiedenen Spielflächen des Bezirkes feststellt und dem Gemeinderat vorgelegt werden kann. Erste Erkundigungen wurden bereits angestellt. „An der Villa Berg muss dringend etwas getan werden – wir rechnen mit einem Investitionsvolumen von bis zu 130 000 Euro“, sagt Gabriele Heller-Pawlicki von der SPD. Einstimmig unterstütze der Bezirksbeirat die Forderung neuer Spielflächen auf dem EnBW-Gelände zwischen Heilandplatz und Neckarstraße. Handlungsbedarf gibt es jedoch nicht nur im Bezirk Ost. Laut dem Spielflächenleitfaden der Stadt besteht auf Stuttgarts Spielplätzen ein Investitionsbedarf von 16 Millionen Euro. Um eine angemessene Versorgung zu gewährleisten, müssten rund 100 neue Spielplätze gebaut und jeweils 30 der bestehenden Spiel- und Bolzplätze saniert werden.
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