Die Jusos Stuttgart- Ost sind mit der geplanten neuen Unterkunft für das Jugendhaus Ostend und dem aktuellen Bauvorhaben der SSB auf dem Areal Schönbühl- /Ostendstraße nicht zufrieden.
Die Jusos Stuttgart- Ost sind mit der geplanten neuen Unterkunft für das Jugendhaus Ostend und dem aktuellen Bauvorhaben der SSB auf dem Areal Schönbühl- /Ostendstraße nicht zufrieden.
Die Jusos Stuttgart-Ost sind mit der geplanten neuen Unterkunft für das Jugendhaus Ostend und dem aktuellen Bauvorhaben der SSB auf dem Areal Schönbühl-/Ostendstraße nicht zufrieden. Das auf dem Gelände stehende Jugendhaus soll abgerissen und in den ehemaligen Räumen der Firma Zahn & Nopper in der Jakob-Holzinger-Gasse untergebracht werden.
Artikel aus dem Stuttgarter Wochenblatt vom 13.03.08
OSTHEIM - Einen besonders großen Verlust sehen die Jusos im Wegfall der großen Sporthalle des jetzigen Jugendhauses in der Ostendstraße. Zwar soll es auch in der geplanten neuen Unterkunft eine Halle mit einer Höhe von knapp über 4 Metern geben, doch ist diese deutlich kleiner. Aus Sicht der Jusos Ost kann die neue Halle nicht als adäquater Ersatz betrachtet werden. "Die Lösung der SSB ist inakzeptabel", so Nicolas Schäfstoß, Mitglied im Juso-Vorstand.
Rebekka Henschel, Sprecherin der Jusos Ost, hat im Gespräch mit den Jugendhausbesuchern erfahren, dass es gerade die große Halle sei, die an die 80 Prozent der Jugendlichen vorwiegend zum Fußballspielen und Herumtollen ins Jugendhaus Ostend locke. Ein Umstand, der auch der Tatsache zu verdanken ist, dass es im Stuttgarter Osten generell an Bolz- und Sportplätzen für Jugendliche mangelt. In einer Unterschriftenaktion wollen die Jugendhausbesucher sich nun gegen einen Umzug in die geplante Unterkunft in der Jakob-Holzinger-Gasse wenden.
Sie kam ins Rollen, nachdem die Jusos sowie SPD-Politiker aus dem Stuttgarter Osten das Jugendhaus im vergangenen Monat besuchten und die jungen Besucher dort aufklärten, dass das Jugendhaus abgerissen wird. "Ein Teil der Jugendlichen wusste vom Abriss noch gar nicht Bescheid", kritisiert Nicolas Schäfstoß die Informationspolitik von Jugendhausverein und SSB. Schon seit längerem informiert war dagegen der Jugendrat im Stuttgarter Osten. Dieser stimmte bereits im Dezember 2007 nach einer ersten gemeinsamen Begehung mit Vertretern der SSB einstimmig dem Umzug in die Jakob-Holzinger-Gasse zu.
Vor allem die mangelnde räumliche Alternative im Stadtteil wurde als Grund dafür angegeben. Darüber hinaus wurde bislang von mehreren Seiten bestätigt, dass sich die neuen Räume für den Werkstatt-Bereich des Jugendhauses gut eignen. Und auch der häufig kritisierte Lichtmangel durch die Untergeschosslage soll mit dem geplanten Ausbau von großen Fenstern und durch Abtragen der Böschung ausgeglichen werden. Verwundert sind die Jusos über die Rolle des Jugendhausvereins. "Die Überlegungen der SSB werden in Demut zur Kenntnis genommen", so Juso-Vorstand Nicolas Schäfstoß.
"Eine Lobbyarbeit findet aus Sicht der Jusos nicht statt, die Jugendlichen sind ganz allein auf sich gestellt. Dieses Vorgehen sucht seinesgleichen in der erfolgreichen Geschichte des Jugendhausvereins", meint Nicolas Schäfstoß. Aus Sicht der Jusos Stuttgart-Ost soll der relative Status Quo des Jugendhauses Ostend bestehen bleiben. Ein Abriss sei zwar unumgänglich, der neue Standort dürfe aber in Größe und Funktionsweise dem alten Jugendhaus in Nichts nachstehen. Weiterhin kritisierten die Jugendlichen, dass die SSB für das neue z-förmige Gebäude auf dem Areal Schönbühl-/Ostendstraße ausschließlich über eine Nutzung von Pflegeplätzen verhandele.
"Informationen aus dem Fachbereich zeigen, dass es in Stuttgart-Ost gar keinen Bedarf an Pflegeplätzen gibt", so Schäfstoß. Dem widerspricht allerdings die Aussage von Jürgen Plesse von der SSB, das Sozialamt habe einen Bedarf von 50 Pflegeplätzen im Stuttgarter Osten bestätigt. Die Jusos halten eine Mischung aus betreutem Wohnen und Wohnungen für Familien an diesem Platz für sinnvoller. Eine Forderung, die auch schon die SPD-Gemeinderatsfraktion in einem Antrag im vergangenen Jahr an das SSB-Bauvorhaben stellte.
Der Politiker-Nachwuchs erwartet nun von der SPD-Bezirksbeiratsfraktion sowie den Stadträten im SSB-Aufsichtratsausschuss, dass diese die aktuellen Umbaupläne ablehnen. "Vielmehr sollen die SPD-Bezirksbeiräte auf eine weitere neue Planung hinwirken, die den Status Quo des Jugendhauses Ostend nach Abriss nicht verschlechtere. Durchaus denkbar sei eine "Verlängerung" des Bezirksrathauses - mit Jugendhausgebäude
und Halle", meint Nicolas Schäfstoß.
Doch das sind Pläne und Vorstellungen, die schon längst zu den Akten gelegt wurden. "Jugend- und Integrationspolitik kosten Geld, und man darf sich nicht als Kinderstadt Stuttgart schimpfen, aber dann die Jugendlichen missachten", meint Nicolas Schäfstoß.
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