StW vom 30.04.09, Interview mit Steffen Schaffner: "Es gibt zu wenig Kitas"

Veröffentlicht am 30.04.2009 in Presseecho

Was machen junge Menschen anders in der Politik? Heute: Steffen Schaffner

Die Kommunalwahl steht vor der Tür und das Stuttgarter Wochenblatt befragt junge Politiker aus dem Stadtteil.

Bringen die Jungen frischen Wind in die Politik? Mit welchen Themen beschäftigen sich junge, politisch engagierte Menschen? In dieser Woche gibt der 25 Jahre alte Steffen Schaffner Antworten auf die STW-Fragen. Steffen Schaffner ist SPD-Bezirksbeirat im Stuttgarter Osten und kandidiert für den Gemeinderat.

STW: Seit wann sind Sie politisch aktiv und warum in der SPD?

Schaffner: Ich bin seit 2005 politisch aktiv. Ich stamme aus einer Arbeiterfamilie, in der sozialdemokratische Werte schon immer eine Rolle spielten. Die SPD eröffnet mir viele Freiräume für die eigene politische Entwicklung.

STW: Mit welchen kommunalpolitischen Zielen können Sie sich besonders gut identifizieren?

Schaffner: Ich befürworte den Rückkauf der Stadtwerke, um bezahlbare Energiekosten für die Bürger auf lange Sicht zu gewährleisten. Mir liegt viel an bezahlbarem Wohnraum für alle Generationen in Stuttgart und an mehr Spielflächen für Kinder und Jugendliche.

STW: Welche lokalpolitischen Themen möchten Sie als Jungpolitiker besetzen?

Schaffner: Was mir am Herzen liegt, ist die zukünftige Unterbringung des Kinder- und Jugendhauses Ostend mit ausreichender Spielfläche, genügend Bolzplätze für Stuttgarter Jugendliche und dass auch in wirtschaftlich schlechten Zeiten genügend Ausbildungsplätze geschaffen werden.

STW: Investiert die Stadt genug in Kindertagesstätten und Schulen?

Schaffner: Nein, viel zu wenig. Es gibt zu wenig Kitas in Stuttgart, die meisten davon sind kirchliche Einrichtungen. Die Schulen sind teilweise in einem desolaten Zustand, Lehrmittel sind zuweilen veraltet.

STW: Ist ein Ganztagsschulbetrieb mit Essensversorgung angesichts der gesellschaftlichen Veränderungen zeitgemäß?

Schaffner: Es ist sehr wichtig, Kindern und Jugendlichen eine Nachmittagsbetreuung mit einem vernünftigen Mittagessen anzubieten, da dies in vielen Elternhäusern nicht mehr möglich ist. Eine Kooperation von Schulen und Sportvereinen ist bei der Umsetzung sehr hilfreich.

STW: Was halten Sie von den Studiengebühren?

Schaffner: Man sollte sie abschaffen, damit jeder unabhängig von seiner sozialen Herkunft studieren kann.

STW: Die SSB plant eine Neubebauung auf dem Ostendareal mit einer Altenwohnanlage. Das jetzige Jugendhaus soll abgerissen werden und eventuell unter den REWE-Supermarkt in der Jakob-Holzinger-Gasse verlegt werden. Falls das Theater im Depot auszieht, gäbe es dort eine räumliche Alternative für das Jugendhaus. Was halten Sie davon?

Schaffner: Ich sehe die Pläne der SSB sehr kritisch. Eine Unterbringung unterhalb eines Supermarkts ist ungeeignet für ein Jugendhaus, dort gibt es keinen adäquaten Ersatz für die jetzige Sporthalle. Der Wegzug des Theaters im Depot wäre ein kultureller Verlust für Stuttgart-Ost. Ein Mehrgenerationenhaus anstelle der geplanten Altenwohnanlage ist die Ideal-Lösung.

STW: Was würde aus Ihrer Sicht den Stuttgarter Osten noch attraktiver machen?

Schaffner: Mehr Kinderbetreuungsplätze, den in einer Umfrage mit Kindern und Jugendlichen gewünschten McDonalds, ein Kino, mehr Radwege, die Aufwertung der Ostend-Allee durchgängig ohne Taxistand.

Melanie Axter

 

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