StW vom 30.04.09: "Kindern und Jugendlichen fehlt die Orientierung"

Veröffentlicht am 30.04.2009 in Presseecho

Ziehen gemeinsam an einem Strang: Waldemar Staniczek, Jörg Massek, Daniel Campolieti, Katrin Mücke und Frieder Buyer

SPD-Ost möchte Bürgerinitiative unterstützen

Vor kurzem hat die SPD-Ost zur Podiumsdiskussion "Kinder in Stuttgart-Ost - Wie gehen wir mit unserer Zukunft um?" eingeladen. Als Referenten äußerten sich verschiedene im Stadtteil tätige Pädagogen sowie der Elternbeirat der Realschule Ostheim Jörg Massek.

OSTHEIM

Frieder Buyer vom Aktivspielplatz Raitelsberg vertrat die Ansicht, dass sich die Bedürfnisse heutiger Kinder kaum von denen früherer Generationen unterscheiden. Der Aktivspielplatz betreue die Jugendlichen erfolgreich durch ein Konzept mit viel Bewegung in natürlicher Umgebung. Kathrin Mücke von Karamba Basta leistet mit ihrer Einrichtung kulturelle Jugendarbeit und schilderte dagegen, dass viele Kinder heute nur noch die Playstation kennen.

Dennoch kommen die Kinder gerne ins Karamba Basta, weil die Jugendlichen dort in attraktiven Projekten beschäftigt werden. Realschul-Lehrer Waldemar Staniczek teilte die Beobachtung von Frieder Buyer nicht. Der Medienkonsum Jugendlicher sei deutlich gestiegen, die Schulkinder schauten im Durchschnitt 6, 5 Stunden Fernsehen täglich. Jugendliche würden nach dem Prinzip "chillen, shoppen, essen und schlafen" leben. Auch die Eltern der Kinder hätten sich verändert. Elternbeirat Jörg Massek berichtete, dass wenige Eltern auf die Elternabende kämen.

Viele wüssten gar nicht mehr, was ihre Kinder in der Schule tun. Auch er bestätigte, dass die Kinder orientierungslos seien. "Darüber hinaus fehle es den Jugendlichen an Perspektive. "Dies ist ein gesellschaftliches Problem", folgerte Frieder Buyer.

An vielen Schulen in Stuttgart-Ost fänden von 60 Schulabgängern nur eine Handvoll einen Ausbildungsplatz. Einig waren sich alle Referenten in der Befürwortung der Ganztagsschule mit individueller Betreuung. Desweiteren forderten sie die Einführung von Schulsozialarbeit an allen Schularten und die personelle Aufstockung in Kindergärten und Tagesstätten. In einer anschließenden Diskussion mit dem Publikum wurde auch die Situation von Kindern und Jugendlichen im Stadtteil angesprochen. Es gäbe zu wenig Grünflächen, kaum Spiel- und Sportplätze, es fehle eine zentrale Anlaufstelle für Eltern, wenn sie Fragen zu Kindererziehung hätten. Auch die Politik wurde kritisiert, wenn sie es beispielsweise zulassen würde, das Kinder- und Jugendhaus Ostend in ein Untergeschoss unterhalb des REWE-Supermarkts zu verlegen. Dies zeige den wahren Stellenwert von Kindern und Jugendlichen im Stuttgarter Osten. Von vielen vermisst wurde auch ein zentraler Platz, ein "Herz im Stuttgarter Osten". Die Diskussion um die Bebauung des SSB-Geländes auf dem Ostend-Areal solle erneut entfachen und über ein Familienzentrum, Mehrgenerationenhaus und Spielflächen diskutiert werden. red

 

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