Kürzungen Filstaltakt

Veröffentlicht am 12.02.2007 in Pressemitteilungen

Peter Hofelich greift Proteste aus dem Kreis Göppingen auf

Der SPD-Landtagsabgeordnete Peter Hofelich hat Proteste aus dem Kreis Göppingen gegen die Kürzungen beim Filstaltakt aufgegriffen und sich schriftlich an Staatssekretär Rudolf Köberle gewandt.

Mit dem Filstaltakt stehe bislang ein Nahverkehrsangebot bereit, das zwischen den Oberzentren Stuttgart und Ulm zügige Verbindungen außerhalb der Verkehrsverbünde anbiete. Durch die nun anstehende Ausdünnung sei die Attraktivität dieser Strecke massiv gefährdet, kritisiert Peter Hofelich in seinem Schreiben. So würden beispielsweise bislang vollbesetzte Züge in den Kern des Ballungsraums Region Stuttgart und zurück gestrichen. Besonders kritisch seien Züge in der Frühe und am Abend von und nach Stuttgart. Hier würden insbesondere Berufspendler wieder zurück zum Auto getrieben. Auch würden Zugangebote für die einwohnerstarken Gemeinen an der Filstalachse, die keinen IR oder IRE-Anschluss hätten, noch weiter ausgedünnt. Die Gemeinden würden damit ihrer Anschlussqualität beraubt

Weiterhin sei zu kritisieren, dass sich für die Pendler aus dem Raum Geislingen die Fahrtzeit Richtung Stuttgart noch einmal deutlich verlängere. Nachtverbindungen für all diejenigen, die zwischen 23.00 und 24.00 Uhr an den Hauptbahnhöfen Stuttgart und Ulm ankämen, existierten ins Filstal nicht mehr. Und schließlich seien die Verbindungen zu den Flughäfen Stuttgart und München künftig so, dass Frühmaschinen am selben Morgen nicht mehr erreicht werden könnten.

Nach Meinung von Peter Hofelich sollten diese gewichtigen Argumente in die Überlegungen des Innenministeriums einfließen. „Der Kreis Göppingen - mit über 250.000 Einwohnern keine vernachlässigbare Größe auf der ökonomischen und politischen Karte Baden- Württembergs - benötigt eine bessere Bedienungsqualität im ÖPNV. Er braucht dies umso mehr, als der notwendige wirtschaftliche und mentale Strukturwandel des Kreises mit einem Mehr an Mobilitätsangeboten einhergehen muss und nicht mit weniger", so der Abgeordnete wörtlich.

Und weiter: "Auch wenn wir eines Tages einmal einen S-Bahnverkehr und einen S-Bahn-ähnlichen Verkehr ins Filstal haben werden, müssen doch die zügigen Verbindungen zu den Hauptbahnhöfen in Stuttgart und Ulm ein Teil unserer Bedienungsqualität bleiben. Wir brauchen ein nachhaltiges ÖPNV-Konzept für den Landkreis Göppingen".

Peter Hofelich kündigt in diesem Zusammenhang auch eine Gegenfinanzierung seiner Fraktion für die Rücknahme der Bahnkürzungen an, ohne neue Schulden zu machen. So wolle die SPD unter anderem kurzfristig frei gewordene Mittel von Stuttgart 21 in den Erhalt der Bahnstrecken umschichten.

„Darüber hinaus sind wir der Meinung, dass das Land die schlecht verhandelten Verkehrsverträge nachverhandeln muss. Andere Bundesländer haben hier deutlich bessere Ergebnisse erzielt", so Peter Hofelich abschließend.

 

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