Artikel über die Veranstaltung zum politischen Aschermittwoch.
Artikel über die Veranstaltung zum politischen Aschermittwoch.
Artikel aus den Stuttgarter Nachrichten vom 07.02.2008
Teufel beim Abendgebet
Oettinger habe noch nicht begriffen, dass er mittlerweile Landesvater „und nicht mehr Chef der Jungen Union“ ist, gibt GastgeberMartin Körner, der Vorsitzende der Sozialdemokraten im Stuttgarter Osten, die Richtung vor: „Deshalb tappt Oettinger auch von einem Fettnäpfchen ins nächste.“ Humoristisch, obwohl ihm das laut eigenem Bekunden gar nicht liegt, greift Claus Schmiedel, der neue Vormann der SPDLandtagsfraktion, die Pannen des Ministerpräsidenten in Stuttgarts „Rotem Osten“ auf. Schmiedel moniert die Entlassung von Finanzminister Gerhard Stratthaus, das Festhalten am dreigliedrigen Schulsystem und die Forderung nach einer zweiten Startbahn am Flughafen – Oettinger brilliere lediglich mit Doppelzüngigkeit. Möge er auch in der Lage sein, das Land zu regieren: „Soziale Kompetenzen hat er keine.“ Schmiedel ist sicher, dass Erwin Teufel, der nach Ausscheiden aus dem Amt ein Philosophiestudium in der bayerischen Landeshauptstadt aufnahm, mit seinem Schicksal hadere. Der SPD-Politiker stellt sich den bodenständigen Alt-Ministerpräsidenten „beim Abendgebet in der Münchner Studierstube“ vor: „Oh Herr, warum hast Du zugelassen, dass nicht papsttreuer Katholizismus, sondern Stuttgarter Leichtlebigkeit ohne anständige kirchliche Bindung die Villa Reitzenstein erobern konnte?“ Schmiedel: „Das Land genießt mehr oder weniger eine Komödie, und für Herrn Teufel ist es eine Tragödie.“ MichaeleHeske
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